Im Einsatz   7. November 2019

Michel Deere fährt den neuen 6M

Mitte September haben wir unsere neuen 6M-Traktoren vorgestellt. Michel Allmrodt, besser bekannt unter seinem Vlogger-Namen Michel Deere, hat einige Modelle in einer dreiteiligen Challenge Probe gefahren. Hier erzählt er euch von seinen Erfahrungen.

Michel Deere testet den neuen 6M

Michel Allmrodt, alias Michel Deere, hatte als einer der Ersten die Gelegenheit, den neuen 6M-Traktor zu testen.

Moin und herzlich willkommen! Ich durfte den neuen 6M-Traktor in drei Challenges auf Herz und Nieren testen. Es war zwar herausfordernd, aber ich hatte auch eine Menge Spaß. In drei Disziplinen trat ich gegen meine Kollegen aus der Blogger League an, dabei waren von uns und den Maschinen jedes Mal andere Fähigkeiten gefordert.

In der ersten Challenge ging es vor allem um die Wendigkeit der Maschine und die Geschicklichkeit des Fahrers. Um die unter Beweis zu stellen, versuchten wir so schnell wie möglich einen Ring auf den Haken zu nehmen, bis zu einem Wendepunkt zu fahren und den Ring dann in der Zielzone abzulegen.

Bei der Challenge Nummer zwei drehte sich alles um die Manövrierfähigkeit des 6M – und wie gut wir Fahrer mit Trecker und Güllefass umgehen können. Dazu mussten wir mit dem gesamten Gespann exakt bis zu einer vorher bestimmten Markierung fahren und dann in einen eng abgesteckten Bereich zurücksetzen. 

Zum krönenden Abschluss gab es in Challenge Nummer drei das Thema Nutzlast sowie der Einsatz auf dem Feld. Unsere Aufgabe dabei: Mit einer Saatbettkombi möglichst präzise geradeaus in einer Spur fahren.

Die ausführlichen Videos zu allen drei Challenges findet ihr übrigens auf der Seite der AGRITECHNICA Blogger League 2019.

Auch für professionelle Betriebe interessant

Zur Verfügung standen uns in der Challenge vier Modellvarianten: der 6120M, der 6140M, der 6155M sowie der 6195M. Der Unterschied liegt in der Motorleistung und der Ausstattung. Außer die 155 PS-Version bin ich alle Modelle gefahren. Und so viel kann ich euch schon mal verraten: Ich persönlich sehe die 6M-Serie als gute Alternative zum 6R. Aber lasst uns mal von vorne anfangen.

Der neue 6M hat bei mir einen sehr starken Eindruck hinterlassen.

Michel Deere

Wenn wir die neueste mit der ersten Modellreihe des 6M vergleichen, wird der Unterschied deutlich. Damals konnte man – übertrieben gesagt – einen Grubber anhängen und Ende. Das ändert sich mit der neuesten Generation des 6M. Denn die ist auch für professionelle Betriebe mit hohen Anforderungen an den Schlepper interessant.

 

Wendig und flach

Grund eins: die Übersicht. Durch die abgesenkte Motorhaube hat der Fahrer einen super Überblick. Daher ist er der ideale Traktor für Frontladerarbeiten. Man kann entspannter und genauer arbeiten und die Kombination mit dem kurzen Radstand macht den 6M zu einem wendigen und vielseitigen Schlepper. Genau das zeigte sich in der ersten Challenge. Ich kann euch versichern: besonders auf engem Raum ist der 6M ein sehr effektives Arbeitsgerät.

Stark, wendig, übersichtlich: der 6M im Frontlader-Einsatz.

Geht nicht, gibt’s nicht! Stark, wendig, übersichtlich: der 6M im Frontlader-Einsatz.

Schluss mit Kopf verdrehen!

Grund zwei: der Komfort. Grundsätzlich haben sich die Anforderungen an Traktoren stark verändert. Komfort spielt dabei eine wichtige Rolle. Neben einer gefederten, bequemen Kabine betrifft das auch die Steuerung des Schleppers. Ja, John Deere hat in Puncto Steuerung beim 6M deutlich zugelegt. Besonders das elektrische Steuergerät, die ISOBUS-Schnittstelle und der Kreuzhebel heben den Trecker auf ein neues Level. Eine Neuheit, die mir persönlich sehr gut gefällt, ist das Eckpfostendisplay. Das räumt die Maschine nicht nur optisch auf, sondern ist auch unglaublich praktisch. Bei der Feldarbeit schaut man ja permanent nach hinten, dreht den Sitz also zur Seite. Durch dieses Display muss ich mich nicht immer komplett zurückdrehen, um die Anzeige im Blick zu behalten.

6M-Kabine: Perfekte Rundum-Sicht, aufgeräumt, jede Menge Komfort.

 Die Kabine des neuen 6M lässt kaum Wünsche offen. Perfekte Rundum-Sicht, aufgeräumt und jede Menge Komfort.

Nicht zu vergessen, das integrierte AutoTrac-System, ein satellitengestützter Autopilot: Vor vielleicht zehn Jahren hat man das nur bei Top-Betrieben gesehen. Heute gehört es schon fast zu den Basisansprüchen. Ich würde mir zumindest keinen Schlepper ohne AutoTrac kaufen.

 

Der lohnt sich

Der dritte Grund: Preis-Leistung. Besonders mit der 6195M-Variante bekommt man einen Schlepper, der von den Merkmalen her sehr nahe an den großen Premiummaschinen dran ist. Für mich macht das den 6M zu einer echten Schlüsselmaschine.

Vielseitig einsetzbar, auch für professionelle Betriebe interessant.

Der 6M-Traktor ist vielseitig einsetzbar und damit auch für professionelle Betriebe ein sehr interessanter Schlepper.

Was den Schlepper für mich persönlich noch abrunden würde, wäre ein stufenloses Getriebe. Mir fehlt außerdem eine Zapfwelle der 1000er Übersetzung mit Eco-Funktion, so dass der Schlepper die 1000 U/min an der Zapfwelle mit reduzierter Motorleistung erreicht, also Diesel spart. Das ist für mich bei den großen Sechszylinder-Maschinen schon wichtig.

Der 6M hat bei mir einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Besonders durch das elektronische Steuergerät, die ISOBUS-Fähigkeit und das integrierte AutoTrac-System. Gerade diese Merkmale haben mir bei der 6M-Serie bisher gefehlt.

Auf der AGRITECHNICA könnt ihr den 6M, und natürlich noch viele andere Neuheiten, auf dem John Deere Stand mal unter die Lupe nehmen. Vielleicht sehen wir uns ja mal, ich werde auf jeden Fall am 14. November mit meinen Kollegen von der Blogger League bei der DLG sein. Und natürlich auch das eine oder andere Mal bei John Deere.