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Zeitleiste

Die Geschichte von John Deere, einem Hufschmied und Erfinder, ist eng verbunden mit der Besiedlung und Entwicklung des mittleren Westens der Vereinigten Staaten von Amerika, einem Gebiet, das im 19. Jahrhundert von den Siedlern als das gelobte Land angesehen wurde. Seit 1837 dreht sich die gesamte Firmengeschichte von John Deere um Menschen, Orte und Produkte, die unsere Grundwerte von Integrität, Qualität, Engagement und Innovation widerspiegeln.

1837 - 1869

1837 John Deere stellte in seiner Schmiedewerkstatt in Grand Detour in Illinois einen Pflug aus poliertem Stahl her, mit dem die Farmer eine saubere Furche in den klebrigen Lehmboden der Prärie des Mittleren Westens ziehen konnten.

1838 Aus dem Schmied John Deere wird der Hersteller John Deere. Später erinnerte er sich, dass er 1839 10 Pflüge hergestellt hatte, 1841 75 und 1842 100.

1843 Deere und Leonard Andrus werden „Partner auf dem Gebiet der Herstellung und dem Verkauf von Schmiedearbeiten, der Pflugherstellung und was dazu benötigt wird.…“

1848 Das wachsende Pfluggeschäft zieht nach Moline in Illinois um, ca. 125 km südwestlich von Grand Detour. Moline hatte auf dem Gebiet der Wasserkraft und des Transports Vorteile zu bieten. Deere schließt sich mit einem neuen Partner zusammen, Robert N. Tate, der nach Moline zieht und ihre dreistöckige Schmiedewerkstatt bis zum 28. Juli aufbaut.

1850 Das Unternehmen nennt sich Deere, Tate & Gould.

1852 Deere zahlt seine Partner aus. In den nächsten 16 Jahren wird das Unternehmen unter verschiedenen Namen bekannt, John Deere, John Deere & Company, Deere & Company und Moline Plow Manufactory.

1853 Mit sechzehn tritt Charles, der einzige überlebende Sohn von Deere, als Buchhalter in die Firma ein, nachdem er seinen Abschluss an einer Wirtschaftsschule in Chicago gemacht hat.

1858 Das Geschäft gerät während einer nationalen Finanzkrise ins Wanken. Zum Abwenden eines Bankrotts wurden durch verschiedene Maßnahmen ergriffen. John Deere bleibt Präsident, jedoch geht die Verwaltungsbefugnis an den 21-jährigen Charles Deere über. Er leitet die Firma für die nächsten 49 Jahre.

1861 Der Bürgerkrieg bricht aus. Aufgrund des Bedarfs der Armee und der Ernteausfälle in Europa steigen die Erzeugerpreise und die Farmer im Mittleren Westen und ihre Lieferanten florieren. Während des Kriegs entstehen im Mittleren Westen landwirtschaftliche Großbetriebe. Landmaschinen werden weiterentwickelt und ermöglichen auch kleinen Farmern zu expandieren.

1864 John Deere erhält das erste richtige Patent des Unternehmens für Gussformen, die zum Gießen von Stahlpflügen verwendet wurden. Einige Monate später folgt das nächste Patent und das dritte im darauf folgenden Jahr.

1868 Nach 31 Jahren als Partner- oder Einzelunternehmen wird der Konzern unter dem Namen Deere & Company als Aktiengesellschaft eingetragen. Zunächst gibt es vier Kapitaleigner, innerhalb eines Jahres werden es sechs. Charles und John Deere kontrollieren 65 % der Anteile.

1869 Charles Deere und Alvah Mansur gründen die erste Niederlassung Deere, Mansur & Co. in Kansas City. Ein teilweise unabhängiger Händler für John Deere Produkte in einem begrenzten geografischen Gebiet, wird zum Vorreiter für die heutigen Verkaufsniederlassungen und Verkaufsgebiete des Unternehmens für Land- und Baumaschinen.

1870 - 1899

1873 Mit der Krise von 1873, ausgelöst durch den Konkurs eines New Yorker Bankhauses, beginnt die Depression der 1870er Jahre. John Deere wird zum Bürgermeister von Moline gewählt und hat diese Position für zwei Jahre inne.

1875 Gilpin Moore entwickelt den Pflug Gilpin Sulky Plow. Mit dem Pflug muss der Farmer nicht mehr auf seinen Füßen stehen, sondern kann in einem Sitz Platz nehmen. Er wird zu einem der erfolgreichsten Produkte des Unternehmens im 19. Jahrhundert.

1876 Aufgrund sinkender Geschäftsprognosen und hochschießenden Schulden nimmt das Unternehmen Gehaltskürzungen von 10 % vor. Ein kurzer Streik endet und die Arbeiter kehren zu den Bedingungen des Unternehmens an ihren Arbeitsplatz zurück. Das Markenzeichen „springender Hirsch“ wird eingetragen.

1877 wird in Moline Deere & Mansur Company gegründet, um Maispflanzgeräte herzustellen. Ein separates Unternehmen aus der Niederlassung in Kansas City mit ähnlichem Namen wird 1909 Teil von Deere & Company.

1878 Der Pflug Gilpin Sulky Plow schlägt 50 andere Pflüge bei einem Feldversuch auf der Weltausstellung in Paris und gewinnt für den ersten Platz eine Sevres Vase im Wert von 1.000 Franc. Im folgenden Jahr steigt der Verkauf auf 5.198 Einheiten und erreicht 1883 mit 7.824 Einheiten den Höhepunkt.

1880 In den ersten Jahren des Jahrzehnts werden Fuhrwerke in das Produktsortiment aufgenommen, gefolgt von Einspännern. Am Ende des Jahrhunderts umfassen die Kataloge des Unternehmens die Fuhrwerke Old Hickory, New Moline und Mitchell sowie die Einspänner Derby, Red Star, White Elephant, Victoria, Goldsmith und Sterling.

1882 macht das Unternehmen Deere & Mansur Company durch die Maispflanzgeräte mit einem innovativen rotierenden Pflanzmechanismus einen Gewinn von 48.000 US-Dollar.

1883 Die fünf am besten verkauften Produkte zwischen 1879 und 1883 sind Karrenpflüge, Gilpin-Pflüge, Kultivatoren, Schaufelpflüge und Eggen. Die Karrenpflüge machen mehr Verkaufseinheiten (224.062) aus, als die anderen vier zusammen.

1886 John Deere stirbt im Alter von 82 Jahren in Moline.

1888 Während der 1880er Jahre werden zum ersten Mal Dampftraktoren auf amerikanischen Farmen eingesetzt. Deere stellt Mehrscharpflüge her, die von Traktoren gezogen werden, jedoch keine Traktoren. Das „Dampfzeitalter“ dauert 30 Jahre, bis der „schnaubende, prustende Riese“ durch den Traktor mit Verbrennungsmotor ersetzt wird.

1890 Der Aufsichtsrat von John Deere empfiehlt, das Unternehmen zu verkaufen. Ein britisches Syndikat und andere Bewerber treten auf den Plan, doch es kommt zu keinem Abschluss und das Unternehmen bleibt unabhängig. Das US-amerikanische Wettbewerbsgesetz Sherman Antitrust Act wird erlassen. Unter anderem erklärt es Preisabsprachen unter Wirtschaftsverbänden als illegal.

1892 Charles Deeres Tochter Katherine heiratet William Butterworth, der Charles als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens nachfolgen wird. Charles Tochter Anna heiratet William D. Wiman. Ihr Sohn Charles Deere Wiman ist der Nachfolger von Butterworth.

1893 Mit der Krise im Jahre 1893, die durch ein Börsenkrach in New York ausgelöst wird, beginnt die schwerste Depression des 19. Jahrhunderts.

1894 Das Fahrrad kommt im Land groß in Mode. Niederlassungskataloge bewerben den Deere Leader, Deere Roadster und den Moline Special. Die Modeerscheinung verläuft nach einigen Jahren im Sande. (In den 1970er Jahren kehrt das Unternehmen kurzzeitig in das Fahrradgeschäft zurück.)

1895 Die Zeitschrift Furrow wird zum ersten Mal herausgegeben. Sie wird zu einer der herausragendsten Landwirtschaftszeitschriften der Welt.

1900 - 1929

1903 George Mixter, Direktor des Pflugwerks, überzeugt das Unternehmen umfangreiche Umweltschutzmaßnahmen in der Schleifhalle zu ergreifen.

1907 Charles Deere stirbt. Sein Schwiegersohn William Butterworth wird Vorstandvorsitzender. Das Unternehmen führt eine beitragsfreie Altersvorsorge für Mitarbeiter mit mindestens 20 Jahren Betriebszugehörigkeit und einem Mindestalter von 65 Jahren ein.

1910 Die Direktoren führen eine große Umstrukturierung durch. Ziel ist es, ein konsolidiertes Unternehmen zu schaffen, das vom Deere & Company Aufsichtsrat kontrolliert wird. Der Plan vereinigt Werke und Niederlassungen, erstellt Prognosen über Abschlüsse und zentralisiert Buchhaltung und Finanzen.

1911 Das Unternehmen gibt zum ersten Mal 400.000 Vorzugsaktien aus. Die Aktien werden im darauf folgenden Jahr an der New Yorker Börse notiert.

1912 Das moderne Unternehmen Deere & Company entwickelt sich. Es besteht aus 11 Produktionsstätten in den USA und einer in Kanada sowie aus 25 Verkaufsniederlassungen, davon 20 in den USA mit Exportabteilung, und fünf in Kanada. Das Unternehmen betreibt außerdem eine Sägemühle und ist im Besitz von ca. 170 Quadratkilometern Wald in Arkansas und Louisiana. Bau von Mähdrescherwerken in East Moline.

1918 Deere kauft den Hersteller der Waterloo Boy Traktoren auf. Der Traktor soll zu einem seiner Hauptprodukte werden. Obwohl in diesem Jahr 5.634 Waterloo Boys verkauft werden, verkauft die Ford Motor Company 34.167 Fordson Traktoren. Der Erste Weltkrieg endet; von den 1.611 Mitarbeitern von Deere, die gedient haben, sind 37 gefallen.

1919 Arbeitskämpfe brechen im ganzen Land aus. In Waterloo bricht ein bitterer dreimonatiger Streik über die Anerkennung der Gewerkschaft aus. Das ist der schwerste Arbeitskampf, der Deere bisher getroffen hat. Der Streik endet mit einem Gewerkschaftsausschluss bei Deere.

1920 Die Wirtschaft bricht zusammen. Mit dem Ende des „Goldenen Zeitalters“ der Landwirtschaft schießen die Bankrotte der Farmer in die Höhe. Berühmte Namen, einschließlich General Motors, ziehen sich aus dem Traktorgeschäft zurück. Die Kartellbehörde beschuldigt die Hersteller von Anbaugeräten der Preisabsprache.

1921 Die schlechten Zeiten dauern an. Eine ausgedehnte Entlassungswelle folgt der sinkenden Nachfrage. Die Verkäufe des Waterloo Boy Traktors sinken ins bodenlose, auf 79 gegenüber den 5.045 aus dem Vorjahr. Die Löhne der verbleibenden Arbeiter werden um mindestens 10 % gekürzt.

1923 Deere bringt das Modell „D“ auf den Markt. Der Traktor ist vom Start weg ein Erfolg und es ist der erste Zweizylinder-Traktor aus Waterloo, der den Namen John Deere trägt. Er bleibt für 30 Jahre im Angebot.

1925 Die Entwicklungsarbeiten für den „GP“ (für General Purpose – Allzweck) Traktor beginnen, die Antwort von John Deere auf den IH-Farmall.

1926 Produktionsüberschüsse bei den Erzeugern werden in den 1920er Jahren zu einem zunehmenden Problem.

1927 Das Unternehmen produziert einen Mähdrescher, den John Deere Nr. 2. Ein Jahr später wird in den Katalogen der John Deere Nr. 1 beworben, mit kleinerem, leichter verkäuflichen Motor. 1929 werden der Nr. 1 und Nr. 2 durch neuere, leichtere Versionen ersetzt.

1928 William Butterworth wird zum Präsidenten der US-amerikanischen Handelskammer gewählt. Die primären Verwaltungsbefugnisse des Unternehmens gehen auf Charles Deere Wiman über.

1929 Der Reihenkultur-Traktor „GP“ mit großer Spurbreite wird auf den Markt gebracht. Es ist der erste Traktor von Deere in einer Dreiradversion, die zwischen zwei Reihen passt, und einer Hinterachse, die für zwei Reihen breit genug ist.

1930 - 1959

1930 Konsolidierungen in der Branche ergeben nur noch sieben Unternehmen, die die gesamte Palette an Landmaschinen herstellen: John Deere, IH, Case, Oliver, Allis-Chalmers, Minneapolis-Moline und Massey-Harris. Deere und IH dominieren die meisten Produktkategorien.


1932 Die Weltwirtschaftskrise verschärft sich, es kommt zu massiven Entlassungen, Gehalts- und Pensionskürzungen, Kurzarbeit und zu einem vorübergehenden Ende des bezahlten Urlaubs. Mit einem Sparplan, dem Thrift Plan, wird in den 1920er Jahren die Belastung für einige Arbeitnehmer verringert. John Deere fährt mit der Gruppenversicherung für Arbeitslose fort, senkt die Mieten für Betriebswohnungen und beginnt mit „Arbeitsschaffungsprojekten“.


1933 Das Geschäft ist nahezu zum Stillstand gekommen. Der Umsatz sinkt auf 8,7 Millionen US-Dollar. Obwohl das Unternehmen Geld verliert, entscheidet Deere, verschuldete Farmer so lang wie nötig zu unterstützen; größere Stärkung der Kundenloyalität.


1934 Trotz der Wirtschaftkrise legt das Unternehmen einen Schwerpunkt auf die Produktentwicklung. Das Traktormodell „A“ geht in die Produktion. Ein ähnliches, jedoch kleineres Modell „B“ folgt 1935. Sie werden zu den beliebtesten Traktoren in der Firmengeschichte und bleiben bis 1952 im Produktsortiment.

1935 John Deere, stark im Bereich Radtraktoren, und Caterpillar, dominierend im Bereich Raupentraktoren, schließen sich zum Verkauf ihrer Produkte, besonders in Kalifornien, zusammen. Die zu Anfang starke Verbindung lässt mit der Zeit nach und bricht letztendlich in der Mitte der 1960er Jahre auseinander.

1938 Der Industrie Designer Henry Dreyfuss modernisiert in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von Deere die Traktoren „A“ und „B“. Von nun an gehört ein attraktives Design in Kombination mit herkömmlicher Funktionalität zu den Markenzeichen der John Deere Produkte.

1939 Der Zweite Weltkrieg beginnt. Die Traktorserie Modell „L“ aus dem Wagenwerk in Moline, 1936 bis 1946, erfährt nach der Gestaltung durch Henry Dreyfuss einen Verkaufsboom.

1940 Die Mechanisierung schreitet voran. Die landwirtschaftlichen Betriebe in den USA werden größer, die Anzahl der Arbeiter sinkt. Zu Beginn des Jahrzehnts befinden sich ca. 1,6 Million landwirtschaftliche Traktoren im Einsatz, das sind nahezu doppelt so viele wie 1930 insgesamt.

1942 Charles Deere Wiman akzeptiert die Ernennung zum Oberst des Heeres. Burton Peek ist sein Nachfolger als vorläufiger Firmenpräsident. Vor seiner Rückkehr zu Deere 1944 leitet Wiman für kurze Zeit die landwirtschaftliche Maschinen- und Geräteabteilung des Kriegsproduktionsrates.

1943 John Deere stellt während des Kriegs Militärtraktoren, Munition, Flugzeugteile sowie Fracht- und mobile Wascheinheiten her.

1945 Kollektives Verhandeln über Löhne und Arbeitsbedingungen tritt an Stelle des Umgangs mit dem Einzelnen, wie es seit 105 Jahren gehandhabt wurde.

1947 Im neuen John Deere Dubuque Werk wird der Traktor Modell „M“ gebaut. Zwei Jahre später ist das Modell „M“, jetzt mit einem Raupenfahrwerk, als Raupenschlepper „MC“ erhältlich. Damit wird die Abteilung „Worldwide Construction Equipment Division" eingerichtet. Wenn eine Planierschild hinzugefügt wird, wird daraus ein Bulldozer.

1948 Im Deere Werk Des Moines werden „Schwerter zu Pflugscharen" geschmiedet. Ein früheres Munitionswerk wird von der Regierung gekauft und es werden Baumwollpflückmaschinen und Kultivatoren hergestellt. Dort können auch Pflüge hergestellt werden.

1949 Der erste Traktor mit Dieselmotor, das Modell „R“, geht in Produktion.

1953 Das Modell 70 wird als bis dahin größter Traktor auf den Markt gebracht. Zunächst mit Benzin-, Verbrennungs- oder LP-Gasmotor erhältlich, wird das Modell zum ersten Großtraktor mit Dieselmotor.

1955 William A. Hewitt wird zum Firmenpräsidenten gewählt und nach dem Tod seines Schwiegervaters Charles Deere Wiman auch zum Vorstandsvorsitzenden. Er leitet das Unternehmen für die nächsten 27 Jahre, das letzte Mitglied der Deere-Familie, das diese Position inne hat.

1956 Die Firma entwickelt sich zu einem multinationalen Hersteller. Das Unternehmen entscheidet, ein Kleintraktoren-Werk in Mexiko zu bauen und erwirbt die Mehrheitsbeteiligung an einem deutschen Traktor- und Erntemaschinen-Hersteller mit kleiner Niederlassung in Spanien. In den nächsten Jahren findet eine Expansion nach Frankreich, Argentinien und Südafrika statt.

1958 Zur Finanzierung von John Deere Maschinenkäufen nimmt John Deere Credit den Betrieb auf.

1959 Das Unternehmen bringt den 8010, ein 10-t-Ungetüm mit Dieselmotor und 215 PS, heraus. Das ist der größte Traktor, der je gebaut wurde. Es wurden nur einige wenige davon verkauft. Der sowjetische Ministerpräsident besucht das Werk in Des Moines.

1960 - 1989

1961 Eine neues Werk für Traktoren und Anbaugeräte steht in Rosaria, Argentinien, vor der Vollendung. In Saran, in der Nähe von Orleans in Frankreich, beginnt der Bau eines neuen Motorenwerks. In Moline wird mit dem Bau des Deere & Company Administrative Center begonnen.


1962 John Deere feiert sein 125-jähriges Bestehen. Der Bau eines Product Engineering Center beginnt in Dubuque, Iowa. Das Unternehmen erwirbt die Mehrheitsbeteiligung an South African Cultivators, einer Firma für landwirtschaftliche Anbaugeräte in der Nähe von Johannesburg.


1963 John Deere überholt IH und wird zum weltweit größten Hersteller und Anbieter von Land- und Industrietraktoren und -geräten. Das Unternehmen wagt sich auf den Konsumgütermarkt und entscheidet sich Rasen- und Gartentraktoren sowie Anbaugeräte wie beispielsweise Mähwerke und Schneefräsen herzustellen und zu verkaufen.


1964 Das Deere & Company Administrative Center wird eröffnet. Das Design von Eero Saarinen gewinnt mehrere Architekturauszeichnungen. Die Unternehmensziele und -grundsätze hinter den grundlegenden Firmenstrategien und -maßnahmen werden in den „Green Bulletins“ dargelegt.

1966 Ein hervorragendes Jahr. Zum ersten Mal überschreitet der Gesamtumsatz 1 Milliarde US-Dollar. Der Gewinn erreicht eine Höhe von 78,7 Millionen US-Dollar. Der Verkauf der Landmaschinen erreicht im vierten Jahr in Folge eine Rekordmarke. Der Verkauf verzeichnet seinen größten jährlichen Zuwachs. Die Verkaufszahlen bei Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege steigen um 76 %. Die weltweiten Beschäftigungszahlen klettern auf Rekordhöhe.

1967 Die erste Verkaufsniederlassung für Baumaschinen öffnet in Baltimore.

1969 Aufgrund eines Rückgangs der Landmaschinenverkäufe kommt es bei den Gesamtverkäufen zu einem Stillstand. Die Betriebe im Ausland expandieren zwar, werfen aber keinen Gewinn ab. Die Versicherungsgruppe John Deere Insurance Group wird gegründet.

1970 Deere stellt seine Managementstruktur um, um die wachsende Vielfalt widerzuspiegeln. Es entstehen drei Sparten: Landmaschinen und Konsumgüter, USA und Kanada; Landmaschinen und Konsumgüter im Ausland; und Baumaschinen mit internationalem Zuständigkeitsbereich.

1971 Mit dem Slogan „Nothing runs like a Deere“ werden Schneemobile beworben, einem neuen Produkt aus dem John Deere Werk Horicon. Der Slogan überdauert die Schneemobil-Produktlinie, die 1984 verkauft wird.

1972 Vier neue Traktormodelle der „Generation II“ mit Fahrerkabine und einem stabilen Überschlagschutz kommen auf den Markt. Verkäufe der Landmaschinen übersteigen die Grenze von 1 Milliarde US-Dollar.

1974 Eine noch nie da gewesene Nachfrage nach John Deere Produkten, besonders nach Landmaschinen, bestehen weiterhin, jedoch treten Kapazitäts- und Bestandsknappheit auf. Die Inflation treibt die Kosten in die Höhe. Das Unternehmen startet sein größtes Expansionsprogramm. Bis 1979 werden mehr als 1 Milliarde US-Dollar für neue Anlagen ausgegeben.

1975 Das John Deere Werk Davenport in Davenport, Iowa, geht in Produktion. Es werden Bauteile für Baumaschinen hergestellt.

1977 Vertrag mit dem japanischen Hersteller Yanmar, mit dem der Verkauf kleiner Traktoren unter dem Namen John Deere vereinbart wird. Ein modernisiertes Product Engineering Center wird in Waterloo gegründet.

1979 Die Beschäftigungszahlen erreichen mit 65.392 einen absoluten Höchststand. Verkäufe stellen mit 5 Milliarden US-Dollar und der Gewinn mit 310 Millionen US-Dollar neue Rekorde auf.

1980 Ein 4-Reihen-Baumwollpflücker, der erste seine Art, wird eingeführt. Feldversuche haben ergeben, dass damit die Produktivität des Fahrers um 85 bis 95 % erhöht wird.

1981 Das John Deere Traktorwerk in Waterloo geht ganz in Betrieb. Es gewinnt für den ausgezeichneten Einsatz von Computern bei der Produktion in den USA eine Auszeichnung .

1982 Robert A. Hanson folgt dem Vorsitzenden William A. Hewitt nach, der in Ruhestand geht.

1983 Durch die schwere Rezession nach der steil ansteigenden Inflation in den 1970er Jahren geht die Nachfrage und Möglichkeit der Landwirte und Bauherren in neue Geräte zu investieren stark zurück. Nahezu das gesamte Jahrzehnt ist durch schwierige Konjunkturbedingungen gekennzeichnet.

1985 John Deere Health Care, Inc. wird gegründet. Ihre Tochtergesellschaft Heritage National Healthplan entwickelt sich bis zum Ende des Jahrhunderts zu einem Gesundheitsdienstleister für mehr als 700 Arbeitgeber und über 400.000 Mitgliedern in fünf Bundesstaaten.

1986 Ein 163 Tage dauernder Arbeitsstreik in den USA hat einen starken Einfluss auf die Produktion. Die Beschäftigungszahlen belaufen sich am Ende des Jahres auf insgesamt 37.481 Angestellten, das sind 43 % weniger als der Höchststand von 65.392 im Jahr 1979. In den Jahren bis zum Jahrtausendwechsel bleibt die Beschäftigungszahl bei unter 40.000.

1987 Deere feiert sein 150-jähriges Bestehen. Weiterhin niedrige Einkommen in der Landwirtschaft sowie niedrige Verkaufszahlen bei Deere führen zu einem Nettoverlust von 99 Millionen US-Dollar.

1988 Nach einer 6 Jahre andauernden Rezession, bei der wirtschaftlich schwächere Landwirte, Vertriebspartner und Geräteanbieter den Betrieb eingestellt haben, kommt die Wirtschaft wieder in Schwung. Die Verkaufszahlen bei Deere & Company steigen seit 1987 um 30 %. Nach zwei verlustreichen Jahren wird mit einem Gewinn von über 315 Millionen US-Dollar ein neuer Rekord aufgestellt. Durch ein Gemeinschaftsunternehmen mit der japanischen Firma Hitachi werden in den USA Bagger gebaut.

1989 Das Unternehmen Funk Manufacturing Company, einem Hersteller von Komponenten von Antriebssträngen, wird übernommen.

1990 - Bis heute

1990 Hans W. Becherer, Präsident seit 1987 und Vorstandvorsitzender seit 1989, wird zum Vorsitzenden gewählt, nachdem Robert Hanson in den Ruhestand geht.


1991 Die Betriebe der Sparte Maschinen für Rasen- und Grundstückspflege in den USA und Kanada werden zu einer eigenständigen Abteilung. Sie gehörten seit 1970 zur Landmaschinensparte. Das Unternehmen erwirbt SABO, einen europäischen Hersteller von Rasenmähern.


1992 Es wird ein Programm aufgelegt, um die Installation von Überschlagschutzeinrichtungen und Sicherheitsgurten bei älteren Traktoren zu fördern. 1966 führt John Deere die ersten kommerziell erhältlichen Überschlagschutzeinrichtungen für landwirtschaftliche Traktoren ein, deren Patent später der Branche zur freien Verfügung gestellt wird.


1993 Die neuen Traktoren der Serie 5000, 6000 und 7000 treiben den Marktanteil in Nordamerika und Europa nach oben. Unter 20 Wettbewerbern in Deutschland rückt Deere bei den Traktorverkäufen vom dritten auf den ersten Platz vor. Zum ersten Mal erreichen die Verkaufszahlen bei den Maschinen für Rasen- und Grundstückspflege die Grenze von 1 Milliarde US-Dollar.


1995 Laut Jahresbericht zeigt die starke Leistung von Deere, dass „Deere & Company unter allen wichtigen Gesichtspunkten zu einem neuen Unternehmen geworden ist“. Zu den zitierten Gründen gehören: Führung bei der Produkttechnologie, starker Schwerpunkt auf Qualität sowie verbesserte Kostenstruktur und Anlagenverwaltung.

1997 Auslandsumsätze übersteigen die Grenze von 3 Milliarden US-Dollar, das ist mehr als der Gesamtumsatz des Unternehmens vor Mitte der 1970er Jahre. Das Unternehmen erwirbt einen Anteil an einem chinesischen Mähdrescherunternehmen. Der John Deere Pavilion mit Geräteausstellung und interaktiver Ausstellung öffnet im Stadtzentrum von Moline.

1998 Trotz des schwachen Vorjahres auf dem Landwirtschaftssektor erreicht der Verkauf von Landmaschinen Rekordzahlen. Der Nettogewinn des Unternehmens erreicht zum ersten Mal 1 Milliarde US-Dollar. Cameco Industries, ein Hersteller von Zuckerrohr-Erntemaschinen, wird erworben. In Pune in Indien wird mit der Arbeit an einer neuen Traktorenfabrik für Traktoren begonnen.

1999 Trotz finanzieller Herausforderungen wird das Jahr 1999 zu einem Durchbruch für John Deere. Das Unternehmen verzeichnet nicht nur einen beträchtlichen Gewinn trotz einer Konjunkturabschwächung in der Landwirtschaft, sondern besteht auch dank der Maßnahmen während der vergangenen Jahre, durch die ein rücklagefähigeres Weltklasseunternehmen geschaffen werden soll, erfolgreich seinen ersten schweren Test. Eine Special Technologies Group wird gegründet.

2000 Hans Becherer geht in den Ruhestand und Robert W. Lane wird zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Deere erwirbt Timberjack, einen weltweit führenden Hersteller von Forstmaschinen. In der Nähe von Pune, Indien, wird ein neues Traktorwerk eröffnet. John Deere Credit-Niederlassungen werden in Argentinien und Brasilien gegründet. John Deere erhält die Banklizenz in Luxemburg. Dies ermöglicht John Deere Credit, Maschinen in ganz Europa zu finanzieren.

2001 John Deere Landscapes wird durch den Erwerb von McGinnis Farms und Century Rain Aid gegründet.

2003 Durch eine Vereinbarung mit The Home Depot werden Aufsitzrasenmäher zum ersten Mal in der Firmengeschichte im Baumarkt verkauft. Die mit dem John Deere Markenzeichen versehene kleine/verschiedene Lieferantenprogramme erhalten zum ersten Mal die Beurteilung „höchst erfolgreich“ vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium. Durch die Gewinne der Sparten Maschinen für Rasen- und Grundstückspflege und Bau- und Forstmaschinen verdoppeln sich die Unternehmensgewinne für 2003; der Maschinenverkauf steigt um 14 %.

2004 Der Rekordgewinn für das gesamte Jahr von 1,406 Milliarden US-Dollar beläuft sich auf mehr als das Doppelte der Gewinne im Jahr 2003. Deere & Company geben die Pläne für den Bau eines neuen Traktorwerks in Montenegro, Rio Grande do Sul, Brasilien, bekannt. Das Werk soll seine volle Produktionskapazität in der zweiten Jahreshälfte 2006 erreichen.

2005 Deere & Company eröffnet einen Betrieb zur Herstellung von Sämaschinen in Orenburg, Russland und baut ein Händlernetzwerk auf. Weiterhin gibt das Unternehmen die Pläne zum Bau eines neuen Entwicklungs- und IT-Dienstleistungszentrums in der Nähe des John Deere Traktorwerks in Pune, Indien, bekannt. John Deere investiert in Windenergieprojekte in ländlichen Gebieten der USA und gründet ein neues Windenergieunternehmen, das von John Deere Credit gemanagt wird.

2006 Durch wachsende globale Marktpräsenz steigen die Gewinne auf einen Rekord von 1,69 Milliarden US-Dollar; der Vorstands- und Verwaltungsratsvorsitzende Robert W. Lane wird von der Zeitschrift Industry Week als „CEO des Jahres“ ausgezeichnet. John Deere Landscapes wird Nummer eins unter den Großhändlern für Bewässerungs-, Baumschul-, Beleuchtungs- und Landschaftsgartenbaubedarfs in den USA. John Deere Tianjin Works, ein neues Getriebewerk in Tianjin, China, wird eröffnet.

2007 Die Aktionäre von Deere & Company stimmen einem 2:1 Splitaktien zu, durch den die Anzahl der Stammaktien auf 1.200 Million Aktien erhöht wird. Ein neues Traktorwerk wird in Ningbo, China, erworben. Deere & Company schließt den Erwerb von LESCO, Inc. ab, einem führenden Lieferanten von Produkten zur Rasenpflege, Landschaftspflege, Pflege von Golfplätzen und Schädlingsbekämpfung. John Deere wurde von der Zeitschrift Ethisphere für die Liste der 100 ethischsten Unternehmen weltweit ausgewählt.

2008 Deere & Company gründet ein Gemeinschaftsunternehmen mit Baumaschinenherstellern in China und Indien. John Deere gibt Pläne für den Bau eines Vertriebs-, Ersatzteil- und Schulungszentrum in Russland, eines Europäischen Technologie- und Innovationszentrum in Deutschland sowie eines Marketingbüros in Kiew, Ukraine, bekannt. Mit dem Erwerb der Hersteller von Bewässerungsanlagen T-Systems International und Plastro Irrigation Systems expandiert das Geschäft von John Deere Water.

2009 Samuel R. Allen wird zum neunten Vorstandsvorsitzenden von John Deere ernannt. Ein neues globales Geschäftsmodell kombiniert die Technologie, das Fachwissen, die Erfahrung und die Vertriebswege der Sparten Landmaschinen und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege zu einer Einheit mit der Bezeichnung „Agriculture and Turf Division". In Indien wird ein Gemeinschaftsunternehmen mit Ashok Leyland Limited zur Herstellung von Schaufelbaggern und Ladern mit Allradantrieb gegründet.

 

2010 John Deere erweitert die Präsenz des Unternehmens in Europa und den GUS-Märkten durch neue Einrichtungen. Das Europäische Technologie- und Innovationszentrum (ETIC) wird in Kaiserslautern neu in Betrieb genommen um ein Europäisches Epizentrum für die Entwicklung von „intelligenten Lösungen“ und Zukunftstechnologien zu werden. In Domodedowo, südlich von Moskau (Russland), eröffnet John Deere ein Montagewerk für die Herstellung von großen PS-Traktoren, Mähdrescher und für die Bau- und Forstmaschinen. Die neue Anlage umfasst auch das John Deere eurasische Parts Distribution Center.

 

2011 Mit der Eröffnung eines neuen Ersatzteil- Verpackungs- und Verteilzentrum in Bruchsal erhält der Ersatzteilservice von John Deere mehr Effizienz und Kapazität. Durch das schnelle Wachstum des John Deere Maschinen Portfolios hilft das Zentrum die Auftragsabwicklung und schnelle Lieferung der Vertriebspartner Aufträge zu verbessern.

 

2012 John Deere feiert sein 175-jähriges Bestehen. Tage der offenen Tür und Familientage in vielen John Deere Einrichtungen gedenken an die lange und erfolgreiche Geschichte des Unternehmens. Das Jahr schließt mit einem Umsatz von 36,2 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 3,1 Milliarden Dollar.

 

2013 John Deere Region 2 (Europa, GUS, Nordafrika , Naher und Mittlerer Osten) feiert einen großen Produkt-Launch seiner AG & Turf Division in Berlin und Brandenburg (Deutschland). Deere & Company beendet ein Rekordjahr mit einem Umsatz von 37,8 Milliarden US-Dollar und einem Nettogewinn von 3,5 Millarden US-Dollar.