
Das Schneidwerk 630D steigert die Produktivität des Mähdreschers bei der Ernte von kleinkörnigem Getreide und Reis:

Beim 600D erfolgt der aktive Transport des Ernteguts über ein Förderband – ganz ohne Schnecke, wodurch das Gewicht und der Bodendruck deutlich reduziert werden. Das Förderband vermengt das Erntegut nicht und führt es mit den Ähren voran in den Schrägförderer. Insbesondere die Mähdrescher der S-Serie mit Hochleistungsrotor steigern mit diesem Erntevorsatz noch zusätzlich ihre Durchsatzleistung.*
Schwadmäher D450 mit Schneidwerk 600D
D450 im Schwadbetrieb auf dem Feld mit Schneidwerk 600D
Schwadbetrieb mit einem Schneidwerk 600D auf einem selbstangetriebenen Schwadmäher D450
Das Schneidwerk 600D in der Ausführung für die Nutzung mit Mähdreschern und dem Schwadmäher der Serie D450 eignet sich für den Einsatz mit Mähdreschern der Serie 70 und S-Serie sowie dem selbstfahrenden Schwadmäher D450. Es dauert weniger als 30 Minuten, um das Schneidwerk 600D vom Mähdrescher- auf den Schwadbetrieb umzurüsten. Dazu muss der mittlere Zufuhrbereich entfernt werden.
Das Schneidwerk 600D wird auf einem Mähdrescher und dem selbstfahrenden Schwadmäher D450 eingesetzt. Der mittlere Zufuhrbereich muss mit der Maschine mitbestellt werden.
Falls das Schneidwerk 600D nur mit dem selbstfahrenden Schwadmäher D450 genutzt werden soll, kann zur Kostenreduzierung der
schneidwerklose Mähdrescheradapterrahmen bestellt werden. Schneidwerke, die in dieser Konfiguration bestellt werden, eignen sich nicht für die Nutzung mit Mähdreschern. Der mittlere Zufuhrbereich ist nicht als vor Ort nachrüstbare Option erhältlich.
Optionen für liegendes, sehr feuchtes und schweres Erntegut:
Bei extremen Bedingungen verbessert der Einsatz eines Blockierschutzes an den äußeren Enden des Messerbalkens das Abschneiden der Enden und die Zufuhr. Mithilfe eines speziellen Kits kann ein Aufwickeln des Ernteguts um die Haspel reduziert werden. Weitere technische Informationen erhalten Sie beim John Deere Kundendienst.
HINWEIS: Nur die Schneidwerke D600 des Modelljahrs 2011 und neuer sind für den Einsatz mit dem selbstangetriebenen Schwadmäher D450 geeignet. Schneidwerke des Modelljahrs 2011 und neuer, die für den Schwadmäherbetrieb bestellt werden, werden mit schwereren Riemenantriebssystemen, einer höheren Riemenspannung und einem speziellen Antrieb für eine zusätzliche Belastung durch feuchtes Erntegut ausgestattet.
Haspelkonstruktion 635D
Das Mittelrohr der Haspel mit einem großen Durchmesser von 254 mm (10 Zoll) liefert die nötige strukturelle Belastbarkeit für die einteilige Haspelgestaltung der Schneidwerke 630D und 635D. Beim 625D kommt ein Mittelrohr mit 204 mm (8 Zoll) zum Einsatz.
Für das 625D ist zudem eine Haspel mit Stahlzinken und extragroßem Durchmesser von 137 cm (54 Zoll) verfügbar. Der Mittelrohrdurchmesser dieser Haspel beträgt 204 mm (8 Zoll).
Für das 630D ist optional eine Haspel mit Stahlzinken und einem Durchmesser von 106 cm (42 Zoll) und einem Mittelrohrdurchmesser von 254 mm (10 Zoll) lieferbar.
Die einteilige Konstruktion bietet folgende Vorteile:
Doppelter Messerhub
Das doppelschneidige Messersystem ermöglicht einen schnelleren, saubereren und glatteren Schnitt. Die 100 mm (4") große Schnittbewegung sorgt gegenüber dem Abrisseffekt von Schneidsystemen mit einem geringeren Hub für einen saubereren Abschnitt. Aus diesem Grund können die Maschinenführer bei höheren Fahrgeschwindigkeiten ernten.
Alle Messerbalken mit einer Größe von 10,6 m (35 ft) und 12,1 m (40 ft) besitzen Verstärkungen, damit der Messerbalken bei raueren Erntebedingungen besser geschützt ist.
Verstärkung des doppelschneidigen Schneidwerks
Niederhalteeinstellung
Die Niederhalter der Messer lassen sich für eine optimale Ernteleistung einfach einstellen.
Kippzylinder
Der Messerbalken lässt sich von der Kabine aus hydraulisch um volle 8 Grad neigen, wobei die Sichtbarkeit des Balkens über den gesamten Neigungsbereich gewährleistet ist.
Diese Einstellung passt den Schnittwinkel an verschiedene Bedingungen an, wodurch produktiveres Arbeiten bei der niedrigstmöglichen Schnitthöhe möglich ist.
Poly-Gleitkufen (gelb)
Einzugsschnecke für mittlere Zufuhr
Die 406 mm (16") große Einzugsschnecke verbessert ganz erheblich die Zuführung des Ernteguts in den Förderer des Mähdreschers.
Die Einzugsschnecke ragt über das hintere Blech des Schneidwerks hinaus, wodurch das Erntegut besser von den seitlichen Förderbändern des Schneidwerks aufgenommen wird. Daraus ergeben sich eine bessere Materialhandhabung und eine produktivere Nutzung des Schneidwerks, insbesondere bei Fruchtsorten mit hohem Volumen wie bewässertem Weizen, Gerste oder Raps.
Einzugsfinger der Einzugsschnecke
Ein Merkmal der Schneidwerke 600D sind die Einzugsfinger der Einzugsschnecke, die den Einzug des Ernteguts an den Eckbereichen der Schnecke verbessern. Bei bestimmten Erntebedingungen kann das Erntegut an den Eckbereichen der Einzugsschnecke nur schwer eingezogen werden. In diesem Fall sorgen die Einzugsfinger der Schnecke dafür, dass der Vorschub weiterhin erfolgt. Dies ergibt eine reibungslosere Zufuhr und bessere Leistung des Mähdreschers.
Übersicht
Das Bandschneidwerk 700D bietet eine optionale obere Erntegut-Förderschnecke, die buschiges Erntegut dem Schrägförderer gleichmäßig zuführt.
Vorteile
Obere Erntegut-Förderschnecke
Obere Erntegut-Förderschnecke
Diese optionale 45,7 cm (0,18 in) große obere Förderschnecke, die hydraulisch angetrieben wird, sorgt dafür, dass buschiges Erntegut Richtung Schrägförderer transportiert wird.
Empfohlen zum Einsatz bei buschigem Erntegut oder größeren Erntegutmengen.
Auswahlrad
Multifunktionshebel
Dieses System ermöglicht, dass der Bediener während des Betriebs der Sensoren am Boden von der Kabine aus den Hydraulikdruck ändern kann, damit das Schneidwerk über den Boden geführt werden kann. Wenn sich die Bodenbedingungen ändern, kann der Bediener die Schneidwerkhöhe entsprechend an die Betriebsbedingungen anpassen.
Diese Funktion wird durch die Systemhydraulik ermöglicht. Der Benutzer kann mithilfe der Hydraulik des Mähdreschers und des Schneidwerks auf die jeweiligen Betriebsbedingungen reagieren.
Das Hydrauliksystem lässt sich komfortabel nutzen, da es bereits in die Gestaltung der Mähdrescher von John Deere integriert wurde und von der Kabine aus eingestellt werden kann. Zudem wird die Produktivität gesteigert, weil der Bediener nicht mehr schätzen muss, wie nahe sich der Vorsatz über dem Boden befindet. Es muss nur die voreingestellte Höhe ausgewählt werden.
Epizyklisches Getriebe des Messerbalkens
Messerantriebswelle
Das spezielle Antriebssystem des doppelten Messerbalkens ist zeitlich genau abgestimmt, was für reibungslose Hin- und Herbewegungen des Messerantriebssystems sorgt. Die formschlüssigen, zuverlässigen und doppelt epizyklischen Messerantriebe mit integriertem Schutz des Antriebsstrangs tragen zu einem äußerst zuverlässigen Messerantriebssystem bei.
Einzugsschnecke
Schneidwerkhaspel
Die Funktionen des Haspelbetriebs wurden bei den Schneidwerken 600D aktualisiert.
Der Maschinenführer kann zwei verschiedene Haspelpositionen speichern. Hierbei dient eine Einstellung für normale Bedingungen und eine weitere Einstellung für liegendes, verworrenes, kurzes oder schief gewachsenes Erntegut.
Die Funktion für die Haspelreversierung kehrt den Betrieb der Haspel zusammen mit der Einzugsschnecke und dem Förderband um. Dadurch kann das Material bei einem Verstopfen wieder herausgefördert werden.
Schneidwerk 600D
Dank des Pendelschildes vom Schrägförderers, der in Verbindung mit HydraFloat betrieben wird, können die Bediener von allen Vorteilen und Möglichkeiten eines automatischen Nivelliersystems für den Erntevorsatz profitieren. Das System wird für alle Schneidwerke der Serie 600D empfohlen, die auf hügeligem oder unebenem Gelände für den Einsatz auf Mähdreschern mit Schrägförderer verwendet werden.
Zusammen bieten diese beiden Systeme in Hinblick auf Leistung und Bedienfreundlichkeit wichtige Wettbewerbsvorteile.
Aufgrund der Vorteile der exklusiven Technik des Höhenkontrollsystems des 600D und des Schrägförderers können Maschinenführer bei der Ernte leistungsfähiger und produktiver arbeiten.
Bedienern, die auf breitere Schneidwerke umsteigen möchten, bietet der kombinierte Einsatz von HydraFloat mit einem Pendelschild des Schrägförderers bei unebenem oder hügeligem Gelände noch mehr Vorteile für Erntevorsätze mit größerer Schnittbreite.
S690 mit schwenkbarem Pendelschild
Alle anderen Schneidwerke für Körnerfrüchte setzen entweder auf Federn oder Lufttaschen, mit deren Hilfe das Schneidwerk geneigt wird und den Bodenkonturen folgt. Dieses Verfahren hat in der Vergangenheit gut funktioniert. Der hierbei verfolgte Ansatz ist jedoch reaktiv statt aktiv. Das 600D HydraFloat System mit integriertem Erkennungssystem für die Erntevorsatzhöhe bietet zusammen mit dem Schrägförderer eine unübertroffene Bodennachführung. Daran kommt kein anderes Schneidwerk heran.
Das Modell 600D, das nur mit dem HydraFloat System ausgestattet ist, besitzt einen Schneidwerksführungsbereich von 6 Grad. Wenn der Mähdrescher mit einem Pendelschild für den Schrägförderer ausgestattet ist, ist die Neigung um weitere 4 Grad möglich. Dadurch steigert sich der nutzbare Schneidwerksführungsbereich auf satte 10 Prozent – bisher in der Branche unerreicht.
So wird die Ernte auf Hangkanten oder in unebenem Gelände ermöglicht, wodurch es zu weniger Verlust kommt und für eine ertragreichere Ernte gesorgt wird.
Weil die aktive Technologie des 600D mit dem Betrieb des Schrägförderers integriert ist, werden die Anpassungen automatisch vorgenommen. Dafür ist keine spezielle Interaktion durch den Bediener nötig.
* Nicht verfügbar für Mähdrescher der W- und T-Serie mit HillMaster