Technik   13. August 2020

Der 100-Tonnen-Mähdrescher

Der neue John Deere X9-Mähdrescher wird derzeit als 100-Tonnen-Mähdrescher mit weniger als 1% Verlust beworben. John Deere Produktmarketing Manger Jonathan Edwards berichtet über die Entwicklung sowie das Testprogramm des Mähdreschers und gibt erste Einblicke in das Kundenfeedback aus der diesjährigen Ernte.


Text: Karl-Heinrich Schleef 
Fotos: John Deere

 X9-Mähdrescher Dreschleistung Design Maschinenzuverlässigkeit

Der neue X9-Mähdrescher überzeugt durch eine hohe Dreschleistung dank ausgeklügeltem, effizientem Design und einer hohe Maschinenzuverlässigkeit.

Produktmarketing Manager Jonathan Edwards John Deere

Produktmarketing Manager Jonathan Edwards spricht über die Entwicklung, das Testprogramm und das erste Kundenfeedback zum neuen X9-Mähdrescher.

Herr Edwards, mehr als 100 Tonnen pro Stunde bei weniger als 1% Körnerverlusten: Wie ist John Deere die Entwicklung des neuen X9 Mähdreschers angegangen?

Eine so hohe Dreschleistung erfordert ein ausgeklügeltes, effizientes Design sowie eine hohe Maschinenzuverlässigkeit. Viele Komponenten wie der neue Doppelrotor oder das Reinigungssystem wurden entweder komplett neu entwickelt oder grundlegend überarbeitet. 

Darüber hinaus unterstützen Apps wie Connect Mobile, MyOperations oder JDLink den Fahrer bei der Optimierung der Maschine und der Erntelogistik. Mit Hilfe von Expert Alerts wird der John Deere Vertriebspartner ständig über den aktuellen Maschinenstatus informiert und kann so unnötige Ausfallzeiten vermeiden.

Wie sah das Testprogramm für den X9 aus?

Wir haben den neuen X9 an fast 100 Standorte in 10 verschiedenen Ländern getestet und gegen die stärksten Konkurrenten antreten lassen. Während unseres Winters wurden die Tests auf die südliche Hemisphäre verlegt, zum Beispiel auf Betriebe in Brasilien und Neuseeland, damit das Programm das ganze Jahr über reibungslos durchgeführt werden konnte. 

Unsere größte Herausforderung war die Region von der britischen Ostküste über Norddeutschland und Dänemark bis nach Südschweden. Hier führen Nordseewinde zu einigen der schwierigsten Erntebedingungen der Welt: Die Ähren sind bereits hart und trocken, während das Stroh feucht und grün bleibt. Dadurch kommt das Dresch- und Abscheidesystem an seine Grenzen. Der X9 war vor allem unter diesen schwierigen Bedingungen in Topform.

Wir haben einen Durchsatz von 110 t/h mit weniger als 0,5% Körnerverlusten gesehen.

Jonathan Edwards
Produktmarketing-Manager

Welche Rückmeldungen haben die Kunden während der Ernte 2020 gegeben?

Die X9-Demonstrationen auf dem Feld sind fantastisch gut verlaufen. Bei einem Ertragsniveau von10 t/ha Weizen sehen wir einen Durchsatz von 110 t/h mit weniger als 0,5% Körnerverlusten, was eine phänomenale Leistung unseres neuen Flaggschiffs X9 darstellt. Kunden haben unsere 100 – 10 -1 Botschaft gehört und konnten wirklich sehen und erfahren, was der X9 vor Ort leisten kann. Sehen heißt glauben.